Tino Brandt, Neonazi aus Thüringen, ist ein fieser Zeitgenosse: Neonazi, rührig im Umfeld der NPD, Aktivist im “Thüringer Heimatschutz”, und dann noch Spitzel, V-Mann für den Verfassungsschutz (hier: Landesamt für Verfassungsschutz in Thüringen). Ich habe Brandt am 01.05.2011 in Frankfurt am Main bei einer Neonazi-Demo am Dornbusch fotografiert, das Bild ist damals im SPIEGEL und in einigen anderen Zeitungen, die nachgezogen haben, veröffentlicht worden. Dann war es lange still, niemand interessierte sich für Brandt, bis vor einigen Wochen bekannt wurde, wie es um die Neonazi-Szene in Thüringen wirklich bestellt ist: Drei Neonazis tauchen 1998 unter, nachdem Sprengstoff bei ihnen gefunden wurde, neun Mode an ausländischen Ladenbesitzern werden ihnen bisher zugerechnet, 13 Banküberfälle sollen sie begangen haben, bei einigen anderen schweren Verbrechen wird noch ermittelt.
Tino Brandt kannte die drei Menschen, die eine Zelle namens “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) gebildet haben sollen, er wird heute verdächtigt, sie unterstützt zu haben.
Mein Bild von ihm ist entstanden, bevor die beispiellose Mordserie der beiden Männer des “NSU” begann.








